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Ulla Kirchner, Marion Blumenhagen, Gudrun Schubert und Katharina Wittkugel-Firrincieli gründeten eine neue Gesprächsgruppe für Frauen. Was beschäftigt uns, was ist uns wichtig, was wollten wir schon immer mal wissen. Der erste Abend ist mir noch in besonders guter Erinnerung. Der Auftrag lautete: „Bringt doch einen Schuh mit, einen, der mit eurem Leben zu tun hat“. Da kamen Pumps, aber auch der erste Schuh des Kindes zum Vorschein. So und so ähnlich haben wir uns dann gemeinsam „auf den Weg“ gemacht, so ging und geht es auch heute noch bunt weiter….

Wir haben uns seiner Zeit gegründet, um Themen, die uns interessierten, für Frauen von Frauen zu erarbeiten. Mal ist es so, dass wir Themen selbst erarbeiten. Mal ist es so, dass wir uns Referenten einladen. Im Laufe der Jahre sind viele Themen „auf den Tisch“ und somit in unsere Herzen gekommen. Hier ein Beispiel: die meisten von uns leben im „Malerviertel“. So haben wir uns an zwei Abenden mit den Malern beschäftigt, nach denen unsere Straßen benannt wurden: Emil Nolde, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Veit Stoß,…

Die Geschichte des Landes Palästina/Israel war mehrfach Thema: mal das Biblische, ein anderes Mal, wie es seit hunderten von Jahren bis heute zu diesem schwelenden Konflikten kam.
Gerne beschäftigen wir uns mit Persönlichkeiten: Hannah Arendt oder wie haben die Bonhoeffers Weihnachten gefeiert. Das zwanglose Miteinander ist uns immer wichtig: Fahrradtouren, „Grillen ohne Grill“, adventlicher Klönschnack kommen auch nicht zu kurz!

"Wenn ein Mann dazu kommt, verändert sich das Gespräch." Vermutlich wäre es bei einem Männerstammtisch genauso, wenn eine Frau dazu kommt. Es gibt Themen, die sind mit dem eigenen Geschlecht leichter zu besprechen als mit dem anderen. Hier gibt es ähnliche Probleme, ähnliche Erfahrungen innerhalb der Gesellschaft. Wer weiß, vielleicht wird es auch irgendwann eine Männer-Gruppe geben.

Sabine Millahn