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Nach Beendigung der Kooperation mit der Diakonie Altholstein im Sommer 2015 entschloss sich die Gemeinde. auch weiterhin ein Café ihren Räumen anzubieten. So entstand im August 2015 das Begegnungscafe "Coffee and more - Willkommen bei Freunden". Die Mitarbeiterlnnen stammen aus dem gesamten Stadtgebiet Neumünsters: viele sind Glieder ganz unterschiedlicher Kirchengemeinden, aber es gibt auch viele gemeindelose Mitarbeiterlnnen sowie auch viele Asylsuchende, die sich regelmäßig im Café engagieren. So sind wir mittlerweile ein internationales und inter- kulturelles, etwa 30-köpfiges Team. das in hoher persönlicher Verbindlichkeit / Verbundenheit den Kontakt mit den Flüchtlingen gestaltet.

Das Café "Vis-à-vis", aus dem das Café "Coffee and more - Willkommen bei Freunden" entstand, wurde nach einem Hungerstreik in der Zentralen Gemeinschafts unterkunft am Haart eingerichtet. Dieser wurde durch vielfältige Missstände ausgelöst: durch die belastende Verweildauer bis zu drei Jahren, einem für die Asylsuchenden trostlosen Alltag (ständige Angst, abgeschoben zu werden und das Fehlen von Integrationskursen und Arbeitsmöglichkeiten sowie einer großen.sozialen  Isolation). In einer gemeinsamen Aktion von Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, dem Kirchenkreis AlthoIstein mit der Diakonie Altholstein und dem Flüchtlingsrat wurde das Café als Reaktion auf die Not der Schutzsuchenden als externe Anlaufstelle gegründet.

Für viele  in- und ausländische Gäste ist das "Coffee and  more" zu einem wichtigen Begegnungsort in unserem Stadtteil geworden. Es wird als ein offener, lebhafter und religiös neutraler Treffpunkt wahrgenommen. bei dem es Kaffee, Tee und Kekse, aber auch Gelegenheit zu vielfältigen Begegnungen, Lifemusik aus verschiedenen Kulturkreisen und eine sehr abwechslungsreiche, engagierte  Kinderbetreuung - und bei Bedarf auch eine Kleiderbörse - anbieten. Kamen im Sommer 2015 aufgrund der Überfüllung der Erstaufnahmestelle bis zu 350 Gäste, sind es jetzt nur noch konstant 40-80 Personen, die aufgrund der geringen Belegung der Erstaufnahmestelle wöchentlich zu uns kommen.
 
Oft besuchen  uns  Einzelpersonen, aber auch  Kleingruppen, Vertreter von kirchlichen wie städtischen Institutionen und Verbänden. Besonders freuen wir uns,dass zahlreiche Schulen auf das Café aufmerksam machen und es im Rahmen von Schülerprojekten für Umfragen, Informationen und Begegnungen nutzen. Darüber hinaus bieten wir an bis zu vier Tagen in der Woche einen ehrenamtlichen Deutschunterricht an, sowie verschiedene Freizeitprojekte, Begleitung bei Arzt- und Behördengängen und auch eine Iängerfristige Begleitung in Lebenskrisen.