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Viele Asylsuchende erleben in Deutschland zum ersten Mal, dass sie die Freiheit haben, sich über religiöse Fragen zu informieren und auch ihre eigene Sicht der Dinge frei äußern zu dürfen. Zudem hoffen viele der christlichen Flüchtlinge, warmherzig und freudig in unseren deutschen Gemeinden aufgenommen zu werden - als Brüder und Schwestern - nicht als Gäste und Fremdlinge.Seit 2009 wuchs die Nachfrage der Asylsuchenden nach zusätzlicher seelsorgerlicher Begleitung, religiösen Informationen, mehrsprachigen Glaubenskursen und  regelmäßigen simultan übersetzten Gottesdiensten. Beides bieten wir seither regelmäßig an. Mittlerweile dauern die Glaubenskurse drei Monate und finden wöchentlich statt. Sie enden dezidiert ergebnisoffen. Viele der Asylsuchenden Iassen sich aber taufen, trotz eingehender Information über die damit verbundenen Gefahren für die Täuflinge und deren Familien während eines nicht abgeschlossenen Asylverfahrens.
 
Die Nachfrage nach Integration in die Gemeinde wurde jedoch so groß, dass der Kirchenkreis Altholstein der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde seit dem 1.2.2014 eine 50%ige, auf fünf Jahre befristete Pfarrstelle für gemeindlichen Sonder- bedarf bewilligt hat. Auf diese Stelle habe ich mit 50% meines Stellenumfangs intern gewechselt. Die dadurch freigewordenen 50% "normale" Gemeindearbeit sollten durch eine weitere pastorale Kraft wahrgenommen werden.  Erst Dank der Einrichtung dieser Sonderbedarfspfarrstelle des  Kirchenkreises Altholstein war es möglich, die Arbeit der Flüchtlingsseelsorge bedarfsgerecht auszubauen. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar.